Gaslaterne

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Über die Gaslaterne

Die ersten Hinweise vom Magistrat zum Aufbau einer Straßenbeleuchtung mit Gas, finden sich bereits in der Stadtchronik von 1775. Allerdings wurde erst im Jahr 1852 beschlossen eine Gasanstalt zu errichten. 1854 wurden schließlich die ersten der alten Petroleumlampen durch neue Gaslaternen ersetzt. 1875 lagen bereits 33 Kilometer Gasleitungen unter den Straßen der Stadt und 852 Gaslaternen stellten die noch verbliebenen 29 Petroleumlampen in den Schatten.

Die Gaslaternen wurden mittels einer Gasdruckwelle an- und ausgeschaltet. Lampenwärter kontrollierten und zündeten gegeben falls nach, wenn die Lampe nicht angesprungen war, wenn beispielsweise die Zündflamme vom Wind ausgeblasen wurde. Später, mit zunehmendem Verschleiß der Anlagen, mussten alle Lampen von den Lampenwärten, oder auch Stangenmann genannt, angezündet werden. 1875 waren 16 städtische Lampenwärter im Einsatz.

1977 wurden die letzten 22 Gasleuchten außer Dienst gestellt. Die allerletzte Gaslaterne leuchtete auf der Holteistraße. Historisch nachempfunden, aber mit elektrischem Betrieb, sind zwei Gaslaternen in der Hotherstraße und am Grünen Graben. 1996 stellte die Gasversorgung eine original Görlitzer Gaslaterne an der Vierradenmühle auf, die jahrelang eingelagert war. Nach Instandsetzung der Technik gibt sie dem Neißeufer ein historisches Flair, allerdings wird sie heute nicht mehr mit Stadt- sondern mit Erdgas betrieben.

Fotoimpressionen

Quellen

  • Gaslaterne an der Vierradenmühle, Sächsische Zeitung vom 11.12.1996
  • Damit es hell und warm wird in der Neißestadt, Sächsische Zeitung vom 18.04.2000
  • "Wir fürchten nur die Dunkelheit!", Sächsische Zeitung vom 27.03.2003

Weblinks