Schlauroth
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Über Schlauroth
Das Dorf Schlauroth liegt am westlichsten Ende von Görlitz und schließt unmittelbar an den Stadtteil Rauschwalde an. 1994 wurde der Ort zu Görlitz eingemeindet. Mit dem Bau eines Rangierbahnhofes erlangte Schlauroth als "Eisenbahnerdorf" an Bedeutung. Ein kleines unscheinbares Haus, Schlauroth Nr.14, direkt an der B 6, gegenüber der "Eisenbahn" gelegen hat eine sehr interessante Vergangenheit. Es diente im 19.Jahrhundert als Steuerhaus, war besetzt mit einem Steueraufseher und einem Torkontrolleur. Nach dem Bau der neuen sechs Steuerkontrollhäuser rund um Görlitz war wohl dieses Gebäude überflüssig geworden. Es soll sich um ein Schinkelsches Zollhaus handeln. Ein gleiches Gebäude wurde vor nicht so langer Zeit auf der Kanone (B 6) abgerissen.
Da Schlauroth keine eigene Kirche besitzt, schloss man sich der ev. Kirche in Jauernick und Kunnerwitz an. Aufgrund ihrer Nähe werden aber heute die Kirchgemeinden in Rauschwalde bevorzugt. Das Rittergut bildete das Verwaltungszentrum des Dorfes. Bis 2005 war es bewohnt und steht nun zum Verkauf.
Die Bezeichnungen bzw. Schreibweisen der Ortschaft wechselten oftmals: 1285 : Slurath juxta Landiscrone, 1327: Slurat, 1342: Slurot, 1408: Schluwert, 1427: Slaurod, 1455: Slawroth, 1517: Slawrot, 1559: Schlaurot,1567: Schlauret
Daten
- Postleitzahl: 02827
- Größe: 3,85 km2
- Einwohnerzahl: 359 (Stand Februar 2009)
Ortschaftsbüro: Dorfstraße 66a
Geschichte
- 1285 - Ersterwähnung als "Villa Slurath juxta Landiscrone"
- 1643 - Ersterwähnung des Rittergutes
- Seit 1791 wird der Name "Schlauroth" geführt
- 1823 - Gründung eines Schulverbandes mit Holtendorf, Rauschwalde, Klein Biesnitz
- 28.4.1857 - Beschluß zum Bau der 'Neuen Schule'
- 1871/72 - Bau des Spritzenhauses der Freiwilligen Feuerwehr
- 1905 - Einweihung des Eisenbahn-Haltepunktes Schlauroth
- 1909 - Errichtung des Rangierbahnhofs
- 1909 - Elektrifizierung des Dorfes
- 1928-1936 - Bau der Görlitzer Straße (F6 Görlitz West)
- 1969- Schließung der Schule (Ersatz ist die 1.POS in Biesnitz, ehemalige Gaststätte Hohenzollernburg)
- 1.1. 1972 - Vereinigung zur Landgemeinde Pfaffendorf-Schlauroth
- 1.7.1973 - Gründung des Gemeindeverbandes "Schöpstal" (7447 Einwohner)
- 30.6. 1984 - wieder selbstständige Landgemeinde
- 1994 - Eingemeindung nach Görlitz
- ca. 2006 - Letzte Gleise des Rangierbahnhofes entfernt
- 2010 - das renovierte "Eisenbahnerhaus" füllt sich wieder
- 2010 - Eisenbahnbrücke wird im Einschiebeverfahren durch Neubau ersetzt
- August-Oktober 2012 Straßenabschnitt um den Durchlass des Schlaurother Wassers an der Schlaurother Straße erneuert
- 21. September 2012 - Übergabe des Trimm-Dich-Pfad entlang des Kirchwegs dorch OB Deinege
- Januar 2013 Stadt erwirbt stillgelegte Flächen am Rangierbahnhof für ein Gewerbegebiet[1]
- 28. Februar 2013 - Gründung des "Heimatverein Schlauroth e.V."
(Quelle: Ortschronik von Kurt Rose 1988, Digitales Ortsverzeichnis v. Sachsen)
Fotoimpressionen
Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert
Das 2008 renovierte, ehemalige Spritzenhaus der FFw Schlauroth
Zoll- und Steuerhaus an der ehemaligen B6
Lage
Historische Karten
Karte von 1733 in der Deutschen Fotothek.
Weblinks
Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen
Fußnoten
- ↑ [http://www.sz-online.de/nachrichten/neues-gewerbegebiet-steht-erst-am-anfang-2573096.html Neues Gewerbegebiet steht erst am Anfang], Sächsische Zeitung, 14.5.2013