Viadukt

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Über den Viadukt

Der Viadukt (Neißeviadukt) ist eine 475 m lange Eisenbahnbrücke über die Neiße, die den Bahnhof Görlitz mit dem polnischen Bahnhof Moys verbindet. Die Brücke wurde 1847 nach 3-jähriger Bauzeit eröffnet. Sie besteht aus 30 Rundbögen, die in 35 m Höhe zweigleisige Schienen tragen. Das Baumaterial (Granit) stammt aus den Königshainer Bergen und wurde mit Pferdewagen zum Bauort gefahren. Die ursprünglichen Kosten beliefen sich auf 640.668 Taler, 266 Silbergroschen und 3 Pfennige. Bei der Elektrifizierung der Strecke von Görlitz nach Lauban 1923 erhielt auch der Viadukt eine elektrische Fahrleitung.

Am 7. Mai 1945 wurde der Viadukt durch Angehörige der Wehrmacht gesprengt. Drei Bögen fielen dieser Sprengung zum Opfer. Einige Monate lang hingen noch die Gleise zwischen den beiden Brückenresten. Zwischen 1952 und 1957 wurde der Viadukt durch polnische Facharbeiter wieder aufgebaut. Der wiedererrichtete Teil ist deutlich an der Färbung der Steine erkennbar. Am 22. Mai 1957 verkehrte der erste grenzüberschreitende Zug den Viadukt.

Fotoimpressionen

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