Kunnerwitz

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Über Kunnerwitz

Kunnerwitz ist ein Ortsteil von Görlitz mit der Postleitzahl 02827. Er befindet sich im südwestlichsten Rand der Stadt und südöstlich der Landeskrone. Kunnerwitz erstreckt sich entlang der Weinhübler Straße. Es grenzt an Biesnitz und Weinhübel. Im Zuge einer Verwaltungsreform wurde das Dorf 1999 nach Görlitz eingemeindet. Kunnerwitz hat seinen dörflichen Charakter beibehalten. Ende der 1980er/Anfang der 1990er entstand im südwestlichsten Dorfteil (Richtung Klein Neundorf) eine Siedlung für die ausgesiedelten Einwohner von Deutsch-Ossig. Lange Zeit war das Stadtgut Kunnerwitz für seine Äpfel, Erdbeeren und Bioprodukte bekannt.

Fotoimpressionen

Geschichte

  • 1228 Erste Erwähnung als Vorwerk der "Herren von Landskron"
  • 1404 Urkundlich als slawische Siedlungsanlage mit "Rittergut an der Landeskrone" erwähnt
  • 1806 Errichtung der Bockwindmühle am westlichen Ortsausgang durch Johann Christoph Tzschanter
  • 1813 Einquartierung napoleonischer Truppen (8 Stabsoffiziere, 72 Oberoffz., 2011 Unteroffz. und Mannschaften, 441 Pferde)
  • 1836 Gründung der Kirchgemeinde und Bau der Kirche nach Plänen von K. F. Schinkel
  • 1865 Karl August Gottlob Brückner errichtet als Windmüllermeister das Gasthaus "Zur Windmühle"
  • 1888 Stadt Görlitz kauft den Grundbesitz von 209 ha für 362500 Taler
  • 1891 Abbruch der Bockwindmühle[1]
  • Ende 1980er/Anfang 1990er Einwohner Deutsch-Ossigs werden in eigens errichtete Einfamilienhäuser nach Kunnerwitz umgesiedelt.
  • 1. Januar 1999 Eingemeindung nach Görlitz
  • 2011 Übergabe eines 2,5m breiten Radweges zwischen Kunnerwitz und Biesnitz
  • Juli 2011 Übergabe der Sommerbahn an die Eisstocksektion des Blau-Weiß Deutsch-Ossig
  • 15. Januar 2016 Übergabe eines neuen Feuerwehrgerätehauses als Basis für die freiwilligen Feuerwehren von Kunnerwitz, Klein-Neundorf, und Schlauroth[2]
  • 26. September 2018 Auf dem Denkmal zum Völkerschlachtgedenken wird die in den 1970er zerstörte Adlerskulptur wieder enthüllt. Der Deutsch-Ossiger Künstler Günter Schönherr schuf es.[3]

Öffentliche Einrichtungen

Ausflugsziele

Erlöserkirche

Das 1839 nach Vorentwürfen von Karl Friedrich Schinkel erbaute Gotteshaus wurde 1981 umfassend saniert. Seitdem ist der Kirchraum auf selber Höhe wie die 1.Empore. 2007 wurde die Orgel renoviert und der Dachstuhl gegen Holzschädlinge behandelt und repariert. (Quelle: SZ 5.6.2007). Das Gotteshaus gehört zur Evangelischen Versöhnungskirchengemeinde Görlitz[4].

Karte

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Weblinks

Fußnoten

  1. Günther Rapp, Mühlenarchiv, Bd. 3, S.119
  2. "Neues Feuerwehrgerätehaus in Kunnerwitz", Amtsblatt,Jg.25, Nr.2, S.19, 16.02.2016
  3. Till Scholz-Knobloch,"Als Willi Stoph nach Hagenwerder kam", Niederschlesischer Kurier, Jg 26, Nr.38 vom 22.9.2018
  4. Webseite der Evangelische Versöhnungskirchengemeinde Görlitz